babyblues
So, nun war meine Freundin Sy bei mir und wir haben den ganzen Nachmittag über unseren zukünftigen kids gebrütet. Nachdem wir die wesentliche Frage nach dem "wie komm ich zum Kinde" ausführlich erörtert haben, was uns in euphorisch-aufgeregte Stimmung versetzte, ernüchterte uns die Frage nach der Finanzierung. Wir kamen auf etwa 700,- Euro inklusive Kinderbetreuungsgeld, Kinderabsetzbetrag, Familienbeihilfe, Alleinverdienerabsetzbetrag und Wohnungsbeihilfe. Das ist um vieles weniger als ich jetzt verdiene, obwohl ich dann für zwei aufkommen muss. Ich bin ziemlich baff, hab nicht damit gerechnet, dass es so krass aussieht. De facto heißt das, dass ich ohne die Unterstützung des Vaters, entweder gleich nach der Schutzfrist wieder arbeiten gehen muss oder beim Kind bleib und an der Armutsgrenze lebe. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie sich irgendwas mit 700,- ausgehen soll, kostet ja schon die Wohnung über 400. Ja natürlich, wenn der Vater nicht zahlt, kann ich Unterhaltsvorschuss beantragen. Vorschuss wohlgemerkt, ich (oder der Vater, falls überhaupt angegeben) muss das später wieder zurückzahlen. Und die 110,- im Monat machen das Süppchen auch nicht fett. Ja, Frauen sollen eben nicht einfach so egoistisch für sich selbst Kinder kriegen, gehört sich ja nicht so ein Gschropp außerhalb einer ordentlichen Familie. Sy und ich hoffen, dass wir noch irgendwas übersehen haben. Frau fragt sich doch, wozu wir seit zwanzig Jahren Sozialversicherungsbeiträge einzahlen, wenn wir jetzt nicht mal für ein, zwei läppische Jährchen unsere Kinder großziehen dürfen.
Fee am See - 3. Jan, 23:01
ansonsten wünsche ich das ausfindig machen, von weiteren geldquellen, weil am geld soll´s ja doch nicht scheitern, andererseits soll es ja auch keine schulden bringen - wär ja absurd...