Freitag, 22. August 2008

Es ist soweit

Vor zwei Tagen haben wir es zum ersten Mal gemacht. Heute kommt K wieder. Es ist irgendwie skurill: DAVON soll ich schwanger werden? Die Bilder im Kopf sind natürlich ganz andere. M hat mich allerdings daran erinnert, wie viele Wunschkinder beim Arzt oder in einer Klinik entstehen...da biete ich mit mir allein und den kleinen Samenzellen im Röhrchen auf meiner Couch die vergleichsweise kuschelig intimere Atmosphäre. Ich bin eigentlich gar nicht so sehr aufgeregt, ich war es vor einer Woche weitaus mehr. Ich freue mich einfach so sehr, dass ich es nun versuche. Selbst die Traurigkeit darüber nun allein zu sein, und nicht so wie erhofft M an meiner Seite zu haben, verblasst angesichts der Großartigkeit dieses Vorhabens.

Dienstag, 23. Januar 2007

Die guten Dinge an einem trüben Tag

Der gute Vorsatz das Abendessen auszulassen begann verhältnismäßig zurückhaltend bei einem Cafe-Joghurt (ich liebe es), wabberte dann an ein paar leckeren Scheiben Salami vorbei und endete schließlich mit weltbesten Bio-Kartoffeln und Broccoli in Chili gedünstet. Ach ja, da war noch ein bißchen Schafkäse, den ich drüberkrümelte. Guter Vorsatz, verdammt gutes Essen.
Die Gehaltserhöhung ist endlich fix. Zunächst nicht so viel wie ich wollte, aber nachdem ich gute Miene machte, gab's die Öffis-Monatskarte noch dazu, juhu.
Nach Monaten hab ich es endlich geschafft Stefan mit einer Kardinalschnitte zu beglücken.
In einem entzückenden Second-Hand-Laden mit ebensolcher entzückender Besitzerin eine berauschende Stunde auf der Suche nach einem Ball-Outfit zwischen Glanz und Glamour verbracht.
Weil es aber dennoch ein trüber Tag ist, fühl ich mich jetzt viel zu dick, bin ich betrübt weil ich derzeit viel zu viel Geld ausgebe und hab ich in all dem schönen Schein und Schimmer nichts Passendes für den Ball gefunden. Vielleicht liegt das trübe Gefühl aber auch daran, dass ich seit Tagen einige Arbeiten und Klärungen hinausschiebe, ähem.

Samstag, 20. Januar 2007

erleichtert

Worte gefunden! Mich ausgedrückt und damit verortet, mich mir selbst verständlich gemacht und vielleicht auch meinem Gegenüber.
Eine Antwort gegeben, wo keine erwünscht war.
Schweigen überlässt das Verstehen der Spekulation und die kann lange fischen in den endlosen Gewässern möglicher Gedanken und Befindlichkeiten.
Schweigen kann auch heißen, dass man gar nicht verstehen will. Das ist legitim.
Kommunikation funktioniert nicht allein, dann ist sie für die Fisch' und die reden üblicherweise auch nicht zurück.
Ich habe das für mich Notwendige gesagt und das ist gut.
Der Rest wird wohl Schweigen sein.

Schlafen und Tagträumen

Vor lauter tapfer sein hab ich erst gestern Abend bemerkt, wie sehr mich M's mail am Donnerstag erschüttert hat. Ich bin doch tatsächlich um 19 Uhr eingeschlafen, ein Kunststück das ich bestenfalls bei heftigem Fieber zuwege bringe. Auch heute morgen wurde ich nur schwer munter und blieb fast bis Mittag in den Wattewelten meiner Träume verwoben. Das ist ungewöhnlich für eine, die Schlafen nur aufgrund der physischen als auch psychischen Notwendigkeiten gut findet.
M's mail hat mich an einem sehr empfindlichen Punkt getroffen, nämlich in der Frage meiner Integrität, Würde, Normalität und auch der eigenen Verantwortlichkeit. Ich bin ihr zu lange nachgelaufen, nun schlägt sie um sich, um mich zu vertreiben.
Als Kind tagträumte ich von Peter Pan, der an mein Fenster kam und mich mit sich nahm, wann immer die Einsamkeit und Isolation unerträglich wurden. Scheint so, als trage ich diesen Kindertraum noch immer mit mir und weiß doch, dass er nichts für die Wirklichkeit taugt. Ich glaube, heute versuche ich es mal anders.

Montag, 15. Januar 2007

Dicht Dichter Dichterin

Die Woche beginnt mit vollem Programm. Zum einen ist das ganz okay, weil ich das Leben gerade schön finde und selbst Zahnarztbesuch und Büroalltag etwas abgewinnen kann (schöne Zähne etwa sind gut, falls ich demnächst vielleicht mal wieder küssen werde). Zum anderen wünsch ich mir mehr Zeit zum Lesen, Schreiben, Müßiggang. Die Zeit ist dicht.

Ich jongliere mit so vielen Dingen, Terminen, Aufgaben, Mails, Kontakten, Erledigungen. Vieles ist mir sehr wichtig. Ich versuche mein Bestes zu geben oder das, was mir gut möglich ist. Weil es sich besser anfühlt engagiert zu sein. So auch als Teil des Organisationsteams eines Tanzturniers. Am Wochenende lief ein reger Mailverkehr zu einem wichtigen Entscheidungsfindungsprozess. Als mail Nr. 6 bei mir eintraf, beschloss ich der Übersichtlichkeit wegen eine Nummerierung einzuführen (bei etwa 15 Leuten befürchtete ich eine endlose Kette von RE:AW:AW:RE:AW:RE:RE....) und wagte außerdem, die bisher eingegangen Meinungen den beiden Wahlmöglichkeiten zuzuordnen. Damit habe ich die unterschwelligen Machtprobleme in der Gruppe ordentlich wachgerüttelt und bin nun ziemlich verärgert. Ich ärgere mich über die Unterschwelligkeit und subtile Untergriffigkeit. Daher überlege ich die Angelegenheit zu artikulieren, bin aber noch unschlüssig, ob ich nicht unnötig etwas aufbausche und warte daher wohl noch ein, zwei Tage bis ich mir selbst klarer bin. Da wird es mitten in der Leichtigkeit des Jonglierens dichter.

Und wenn ich müde, wütend, traurig bin oder einfach nur hier und stillvergnügt, dann leg ich mal alle Bälle, Keulen und Schwerter beiseite und höre Musik von Clara Luzia, der zaubersinnigen Dichterin.

Montag, 8. Januar 2007

DER LIEBLINGSORTE ERSTER TEIL

Schwirrrrrrrrrr - - - flopp, da ist ein Stöckchen von silmanja geflogen gekommen. Mein erstes. Danke schön! Nach anfänglichem Zögern spuckt mein Örtlicher Wohlfühl-Erinnerungspeicher nun doch einige Daten aus. Obwohl ich unglaublich gern unterwegs bin, gehör ich eindeutig nicht zu den Zugvögeln. Na schau ma mal.

In und um unsere Stadt
  • Mein absoluter Lieblingsort ist mein Zuhause. Glücklicherweise wohne ich im himmlischen Mansardenstübchen unterm Dach unter den Himmeln unter dem Mond unter den Sternen über den Birkenwipfeln und gegenüber den Eschenzipfeln. Und mit coolem Blick auf die nächtliche skyline von Wien. Hach ist das schön hier.
  • Der Nussdorfer Spitz, zum einen die Stelle wo der Donaukanal in die Donau mündet, mit einem Mal liegt da breit der Strom, beeindruckend mächtig im Gegensatz zum völlig zum Kanal degradierten ehemaligen mittelalterlichen Hauptarm der Donau. Zum anderen die Brücke, das Wehr, die Schleuse und das dazugehörige Verwaltungsgebäude von Otto Wagner, die riesigen Pappeln auf der Wiese am Kai. Ein beeindruckendes Ensemble, meistens nur wenige Menschen und es weht immer eine feines Lüftchen. Den großen Schiffen hinterhersehen, das Öffnen der Schleuse beobachten, wenn einer der unglaublich schnellen Katamarane aus Bratislava kommend, um zum Anlagesteg am Schwedenplatz zu gelangen, in den Kanal einfahren will. Hab da mal einen Spatz beobachtet, der sich oben aufs Schleusentor setzte und die ganze Fahrt mitmachte...aber ich schweife ab.
  • Viele Wiener Caféhäuser, etwa das Bellaria, das Cafe Schottenring, das Cafe Korb (nicht mehr das Cafe Museum, seit es in seinen zwar ursprünglichsten Zustand zurückversetzt wurde, dafür aber so gemütlich wie ein Bahnhofscafé ist :/), weil du dich an diesen Orten wundersamerweise öffentlich zuhause fühlen kannst und weil nirgendwo sonst so viele skurille Menschen zu sehen sind.

    ...to be continued

    Samstag, 6. Januar 2007

    kawumm

    Das war nun wirklich nicht notwendig, liebes Schicksal! Gestern abend auf dem Clubbing am Badeschiff hab ich SIE zum ersten Mal seit einem Monat wiedergesehen. Dass sie mich keines Blickes würdigte, war schon schwer zu verstehen. Dass sie sich vor meinen Augen mit einer anderen vergnügte, war auf eine heftige Weise schmerzhaft. Immerhin ist es keine meiner Freundinnen, sondern eine wirklich unmögliche Tussi. Das war eine deutliche Botschaft und vielleicht fällt es mir nun endlich leichter sie zu vergessen. Mein Herz fühlt sich an wie Schmirgelpapier, ach tut das weh.
    Und jetzt fahr ich ins Casino...da sollte ich doch heute jede Menge Glück haben...

    Mittwoch, 3. Januar 2007

    babyblues

    So, nun war meine Freundin Sy bei mir und wir haben den ganzen Nachmittag über unseren zukünftigen kids gebrütet. Nachdem wir die wesentliche Frage nach dem "wie komm ich zum Kinde" ausführlich erörtert haben, was uns in euphorisch-aufgeregte Stimmung versetzte, ernüchterte uns die Frage nach der Finanzierung. Wir kamen auf etwa 700,- Euro inklusive Kinderbetreuungsgeld, Kinderabsetzbetrag, Familienbeihilfe, Alleinverdienerabsetzbetrag und Wohnungsbeihilfe. Das ist um vieles weniger als ich jetzt verdiene, obwohl ich dann für zwei aufkommen muss. Ich bin ziemlich baff, hab nicht damit gerechnet, dass es so krass aussieht. De facto heißt das, dass ich ohne die Unterstützung des Vaters, entweder gleich nach der Schutzfrist wieder arbeiten gehen muss oder beim Kind bleib und an der Armutsgrenze lebe. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie sich irgendwas mit 700,- ausgehen soll, kostet ja schon die Wohnung über 400. Ja natürlich, wenn der Vater nicht zahlt, kann ich Unterhaltsvorschuss beantragen. Vorschuss wohlgemerkt, ich (oder der Vater, falls überhaupt angegeben) muss das später wieder zurückzahlen. Und die 110,- im Monat machen das Süppchen auch nicht fett. Ja, Frauen sollen eben nicht einfach so egoistisch für sich selbst Kinder kriegen, gehört sich ja nicht so ein Gschropp außerhalb einer ordentlichen Familie. Sy und ich hoffen, dass wir noch irgendwas übersehen haben. Frau fragt sich doch, wozu wir seit zwanzig Jahren Sozialversicherungsbeiträge einzahlen, wenn wir jetzt nicht mal für ein, zwei läppische Jährchen unsere Kinder großziehen dürfen.

    Dienstag, 2. Januar 2007

    Blut am Schuh

    Die Bedingungen unter denen asiatische, südamerikanische oder afrikanische ArbeiterInnen unsere T-Shirts und Hosen herstellen, sind nach wie vor vielerorts katastrophal. Auf der homepage der Clean Clothes Kampagne für faire Arbeitsbedingungen weltweit kann man sich im Urgent Action Verteiler eintragen. Im Schnitt etwa 30 Mal im Jahr erfährt die Clean Clothes Kampagne CCK von Arbeitsrechtsverletzungen mit der Bitte um Unterstützung der ArbeiterInnen. Protestmails an die betroffenen Unternehmen, belieferte Markenfirmen und Regierungen sind eine Möglichkeit als Konsumentin aktiv zu sein.

    Immer schön im Kreis herum?

    Ich schätze, die Tage an denen ich im letzten Jahr nicht voller Sehnsucht und Hoffnung an eine leider unerreichbare Frau dachte, lassen sich an einer Hand abzählen. Tatsächliche Nähe und Verbundenheit fehlen mir so sehr, dass das unglückliche Verliebtsein immerhin noch besser ist als völlige emotionale Einsamkeit. Aber wohl fühle ich mich damit nicht. Weder lassen sich Traurigsein und Verlassenheitsgefühle dadurch besser ertragen oder gar bewältigen, integrieren, auflösen, noch scheint es mir fair gegenüber der so heiß Begehrten. H., eine sehr kluge Frau, sagte einmal zu mir: "Stell dir vor, eine denkt den ganzen Tag an dich, ständig zieht da etwas in deine Richtung, schwere dunkle sehnsuchtsvolle fordernde Gedankenwolken, wochenlang, monatelang. Würde dir das gefallen?" Und tatsächlich hab ich das vor kurzem ja auch erlebt, eine, die gern Kontakt gehabt hätte und ich wollte nicht, fühlte mich einfach nicht wohl mit ihr und es hat keine Worte gebraucht, um ihr Drängen intensiv zu spüren. Es war nicht angenehm, denn irgendwie ist sofort ein Schuldgefühl da, wenn Hoffnungen und Wünsche unerfüllt bleiben, die ich erfüllen könnte. Und dann entsteht ein sehr unangenehmes Ungleichgewicht, eine Abwertung. Die Sehnsuchtsvolle, Wünschende verliert massiv an Attraktivität, die Abwehrende kämpft mit Schuldgefühlen und verschwindet hinter einem idealisierten Bild.
    Tja, alles nicht sehr sinnvoll. Es gibt ja diese Geschichten: als ich so richtig in mein Single-Leben eingetaucht bin und gerade gar nicht an eine Beziehung dachte, hab ich X kennengelernt. Aber WIE kommt frau in diesen Zustand??? Beziehungsweise wie hält er an. Ich fühl mich zwei Tage super und zack lern ich schon wieder eine kennen und die Geschichte geht von vorne los. Vorsatz fürs neue Jahr also: Auf in neue Herzfühlgefilde, das im Kreisdrehen ist nur beim Walzertanzen wirklich schön!

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    acqua - 28. Aug, 09:50

    Meine Kommentare

    Jeden Tag einen extra...
    Jeden Tag einen extra Acqua-Schwumm, wird gemacht :)...
    finifiorini - 28. Aug, 10:49

    vielleicht sind sie ja wasserscheu?
    finifiorini - 17. Aug, 13:07
    Ja definitiv und das...
    Ja definitiv und das tut gut :)
    finifiorini - 17. Aug, 13:02
    Und wohin würde der Wimpernschlag...
    Und wohin würde der Wimpernschlag dich jetzt gerade...
    silmanja - 14. Aug, 09:47

    Oh Schreck, Acqua unter Narkose!!! Ist alles gut gegangen,...
    finifiorini - 14. Aug, 09:21

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