Mittwoch, 8. Oktober 2008

Wie geht schwanger? Die nächsten Schritte

Der Herbst war da, vor nunmehr einem Jahr, und mir wurde klar, dass mit der Entscheidung im März - dem Ja zu meinem Kinderwunsch - noch nicht alles geklärt war. In diesem Frühjahr hatte ich mich auch wieder verliebt und bin seither mit dieser Frau zusammen. Wir wünschen uns beide das gleiche - eine tragende, beständige Beziehung - und bringen es doch bisher nicht miteinander zustande. Aber das ist eine andere Geschichte. Bedeutsam aber hierfür ist, dass meine Liebste sich ebenfalls immer schon sehnlichst Kinder wünschte und bereits bevor wir zusammenkamen einige Zeit versuchte schwanger zu werden. Mit einem schwulen Freund. Im Herbst schließlich passierte das Wunder: sie war schwanger! Sollte ich nun warten, bis das Kind da war? Meine Freundin selbst lehnte das ab. Eigentlich wünschte ich mir, das Kind bzw. die Kinder mit meiner Freundin gemeinsam zu haben, sie aber empfand unsere Beziehung noch als zu wenig stabil dafür. Also jede sollte ihre Familie planen und vielleicht wachsen wir ja mal zu einer zusammen. Meine Hoffnungen und Vorstellungen waren also zu diesem Zeitpunkt Illusionen, aber als sie verpufften wurde auch der Weg wieder frei, damit ich meinem Herzenswunsch auf andre Weise weiterfolgen konnte

Also begann ich erneut einen Erzeuger zu suchen. Wie sollte denn nun mein Kindsvater wirklich sein? Ich wünschte mir ganz definitiv einen existierenden Papa für das Kleine. Vielmehr noch für das schon größere Kind. Da sind diese Bilder vom Drachensteigen und im Zoo ganz oben auf Papa's Schultern sitzen. Vielleicht weil ich das selbst nie erlebt habe und ungestillte Bedürfnisse mächtig sind? Es könnte ja auch jemand anderer als der leibliche Vater solcherlei Kinderträume stillen. Dennoch denke ich, dass ein abwesender Vater Fragen, Unsicherheiten und Sehnsüchte erweckt. Schließlich haben rundherum andere Kinder Väter. Schließlich ist das vaterlose Kind ein Armutschkerl, weil ihm etwas fehlt, das andere haben. Den Punkt hatte ich ja durchaus geklärt. Aber dann traf ich einen nach dem andern, lauter nette Männer, und mit keinem passte es zusammen.

Da war der attraktive Künstler, der mir in einem langen Brief von seinem eigenen innigen Kinderwunsch erzählte. Er lebte jedoch seit Jahren vom Geld seines Freundes und wäre nicht imstande Alimente zu zahlen. Immerhin aber wäre er bereit das Kind auch regelmäßig zu betreuen. Aber während wir bei Café Latte und Apfelsaft im Caféhaus saßen, kreiste das Gespräch immer mehr um sein narzisstisch-melancholisches Weltbild. Am Ende sah er mich mit traurigen Augen an und sagte: "Toll, dass du so genau weißt was du willst!" Er wisse es nämlich nicht, zumindest was das Kind angehe, denn das würde ja doch sein Leben sehr verändern. Gut, er hatte eine Erkenntnis über seinen Kinderwunsch gewonnen und ich hatte immerhin einen schönen Brief mit ernsthaften Worten erhalten, von einem der die Kunst des Schreibens beherrscht.

Dann war da der clevere Jusstudent, sehr smart, sehr wortgewandt und mit einem großen Herzen für seine Familie und Freunde. Er hatte verblüffend klare Ziele und einen Plan für die nächsten zwei bis drei Jahre. Ein Kind kam da erst nach dem Studienabschluß, also frühestens in einem Jahr, aber er wollte schon mal herausfinden, was denn die andere Seite - also die Kindsmütter - für Vorstellungen haben. Ich fand ihn sehr sympathisch, trotz dieser mir so fernen Lebensführung und fand es sehr schade, dass er kein Interesse hatte. Ob's nur daran lag, dass es nicht seinem Zeitplan entsprach oder auch an mir, kann ich nicht sagen. Es waren zumindest ein paar sehr angeregte Stunden mit einem warmherzigen Menschen.

Der nächste hatte wohl aus Versehen auf meine Suchanzeige geantwortet. Wir trafen uns in seinem Stammlokal, einem völlig verrauchten Café. Um einen guten Eindruck bei der werdenen Mutter hat er sich sichtlich keine Gedanken gemacht.
Ich: "Warum möchtest du denn ein Kind?"
Er: "Ja, ich hab mir gedacht, das ist sicher schön."
Ich: "Wie stellst du dir das vor, wenn du mit mir ein Kind hättest? Was ist da für dich wichtig?"
Er: "Ja das ist eine gute Frage, da hab ich noch gar nicht darüber nachgedacht."
Ich: "Na zum Beispiel, wieviel Kontakt würdest du zum Kind haben wollen?"
Er: "Darüber hab ich noch nicht nachgedacht."
Ich: "Also denkst du da eher an ein oder zweimal im Monat oder mehr regelmäßig, zum Beispiel jedes zweite Wochenende, oder auch jeden dritten Tag vom Kindergarten abholen?"
Er: "Ja, schon auch vom Kindergarten abholen."
Ich: "Magst du mich vielleicht was fragen?"
Er: "Nein, im Moment eigentlich nicht."
Na ja, ich muss ja nicht aus allem was lernen.

***Fortsetzung folgt*** ein Dankeschön fürs geduldige Warten, ich bin ja wahrlich nicht die eifrigste Bloggerin ;)

Aua

In akuter Not bin ich gestern Abend zu meiner Zahnärztin geflitzt. Der wurzelbehandelte Zahn wollte keine Ruhe geben und hat sich gestern im Laufe des Nachmittags in ein rasendes Schmerzzentrum verwandelt. Mir wurde eine Zahnbeinhautentzündung diagnostiziert und nun muss ich leider Antibiotika nehmen. Nach der Behandlung wartete ich im Wartezimmer bis die Hammer-Schmerztablette ihre Wirkung zeigt, um mich gefahrlos auf den Heimweg zu begeben. Da sie schon Feierabend hatte, setzte sich die Zahnärztin zu mir und irgendwie waren wir plötzlich mittendrin uns gegenseitig aus unserem Leben zu erzählen. So kann aus einer ganz schrecklichen Situation eine schöne Begebenheit erwachsen.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Schwanger werden in 100 Schritten

Zwischenzeitlich mag es mir so vorkommen, als ob die Erfüllung meiner Wünsche vielleicht niemals Wirklichkeit werden sollte. Aber solchen kleinen, zwifeligen Gedanken darf man nicht zu viel Raum lassen. Besser ist es da, die Aufmerksamkeit einmal rückwärts zu schicken und festzustellen wieviele Schritte schon gemacht sind. Es macht im Leben selten "plopp" und eine erhoffte Beziehung, ein besserer Job oder eben ein ersehntes Kind purzeln unvermittelt daher.
Schritt Nummer Eins war: ich wünsche mir (ein) Kind(er) seit ich denken kann. Njet, sagten meine jeweiligen Partnerinnen. Inzwischen hab ich verstanden: eine Frau muss sich ganz für sich selbst zum Kind entscheiden. Auch eine willige Partnerin, ein kinderliebender Partner kann morgen adieu sagen und dann muss frau das Gschropp allein großziehen. Oder andersrum, man verzichtet, trennt sich vielleicht dann, wenn es schon zu spät ist und macht die Partnerin verantwortlich dafür, die innigsten Lebenswünsche nicht realisiert zu haben. Ich war gerade Single, als mir diese Gedanken kamen und nach einer dreimonatigen Nachdenk-Phase habe ich mich entschieden.
Dann die vielen Schritte auf der Suche nach dem Kindsvater. Das erste Inserat und - oh Wunder - es meldten sich gleich fünf(!) maybe-baby-guys. Zwei von ihnen traf ich, mit einem schien es ganz toll zu passen, aber ein paar Tage später schickte er ein mail, in dem er sich wortreich und liebenswürdig entschuldigte: das Vorhaben wäre ihm nun doch zu intensiv, zu verantwortungsvoll, zu "groß". Ich bin entäuscht. Doch am selben Abend noch bekomme ich ein anderes mail von einem Mann, der meine Anzeige erst ein paar Wochen später gelesen hat. Witzigerweise hat er denselben Namen als Papakandidat Uno. Papa Zwonimir datete ich nun über ein paar Monate hinweg. Wir wollen uns besser kennen lernen, denn er soll und will ein aktiver Vater sein, ergo müssen wir beide gut miteinander auskommen. Jedoch es klappte nicht mit uns beiden, wir sind zu unterschiedlich in unseren Vorstellungen und ganz besonders in unserer Art zu kommunizieren. Danach war ich erstmal frustriert und unternahm wochenlang nichts mehr.
***to be continued***

Samstag, 27. September 2008

Zu viele Dinge für einen einzigen Tag

Heute ist mein einziger Tag dieser Woche, an dem ich mal mehr als 2 Stunden im Wachzustand zuhause bin. Der Abend ruft mich schon wieder vor die Tür, ein groß gefeierter runder Geburtstag. Aber es lässt sich erstaunlicherweise doch einiges hineinzaubern in diesen Tag: laang ausschlafen (bis zehn!!), im Bett Cafe trinken und nebsther Zeit-Rätsel lösen und dann noch ein bißchen im Schafskrimi lesen, mit dem Hund runtergehen, ein heißes Bad gegen die herankriechende Verkühlung nehmen, Kürbis im Rohr machen und anschließendes genüßliches Verschlingen mitsamt Schafkäse (könnte ich ohne überleben?) und lecker Salat, mit dem Hund eine längere Runde gehen und Einkaufen am Weg erledigen, Staubsaugen, einen Zwetschkenkuchen backen, Geschenk für den Geburtstag einpacken und ... einen kurzen blog-Eintrag schreiben. Geht ja alles...puh. Jetzt hab ich noch eine knappe Stunde Zeit , aber das Schwierigste steht mir noch bevor: ein Outfit für den Abend raussuchen. Da ich mit sowas locker den ganzen Tag zubringen kann, kommt es wohlweislich erst ganz zum Schluß.

Donnerstag, 18. September 2008

Wahrscheinlichkeiten

Eigentlich hatte ich beschlossen, mich von Statistiken, Allgemeinplätzen und Zweifeln selbst zu verschonen. Aber ganz so leicht ist es nicht, wenn man sich das Zeug auf allen möglichen Hach-ich-will-ein-Baby-Seiten reinzieht. Genaugenommen sagt die Wahrscheinlichkeit mit welcher ich ein behindertes Kind zur Welt bringe oder gar keins mehr bekommen kann, nichts aus. Oder einen Verkehrsunfall habe, oder vom Stuhl falle. Ich lebe ja doch nur mein eigenes Leben, wo die Wahrscheinlichkeit immer 50:50 beträgt: also jetzt erst recht fürchten ;)

Mittwoch, 3. September 2008

Lebwohl

Hab heute früh wie jeden Morgen auf's Thermometer geschaut und betrübt gesehen, dass die Temperatur um 3/10 Grade gesunken ist...also ist es diesmal nichts geworden. Bin nochmal eingeschlafen und der erste Gedanke beim neuerlichen Erwachen war die Hoffnung, ich hätte vielleicht nur geträumt. Von Mischa kamen via sms die aufmunternden Worte: "Wir versuchen es einfach wieder, ich war ja diesmal nicht so fit!" Tatsächlich hat er trotz eines Grippe-Anflugs dreimal den weiten Weg zu mir auf sich genommen. Und jetzt nimmt er auch noch das Nichtgelingen quasi auf sich. Er ist wirklich ein sehr netter Kerl.
Mir ist auch aufgefallen, dass ich mich tagelang nach dem Eisprung ganz besonders fühlte, etwas kribbelte in mir, aber am Wochenende hat dieses Gefühl aufgehört. Ich war jetzt einige Stunden sehr traurig, inzwischen aber ist die Vorfreude aufs Kleine wieder da. Es kommt zu seiner Zeit, da bin ich ganz sicher.

Donnerstag, 28. August 2008

Ich will spielen

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Dienstag, 26. August 2008

Massarbeit

Mein Samenspender, ich will ihn hier nun Mischa taufen, verblüffte mich. Aber vielleicht hab ich einfach keine Ahnung - schließlich haben bestimmte biologische Funktionen von Männern in meinem Leben bislang keine sonderlich große Rolle gespielt. Er hat es jedenfalls zustande gebracht bei seinen bisher drei Spenden jeweils exakt die gleiche Menge zu produzieren! Und zwar ganz genau aufs Stricherl! Hat er womöglich etwas weggeschüttet, wenn's zu viel war? Oder gar mit ein bißchen Wasser nachgeholfen, weil einmal zu wenig? Ich wunder mich...
Nun habe ich getan, was ich tun konnte. Ein schönes Gefühl. Hoffe, das Warten fällt mir nicht zu schwer.

Montag, 25. August 2008

Traurig

Warum verharre ich seit sieben Wochen in einer für mich sehr schmerzhaften Situation? Die Liebste weiß nicht mehr, ob sie mich will oder nicht. Wobei sie das ja noch nie so richtig wußte, sich aber doch immer wieder für die Beziehung entschieden hat. Jetzt aber ist alles schwer und es scheint keine Lösung zu geben. Wie traurig...

To introduce her

Sie ist - no na - die Schönste weit und breit. Meine seidenweiche Prinzessin, mein ausgefuchstes Hundemädchen. Sie ist so süß, dass die Leute ihrer angesichtig flöten und jodeln. Mit ihrem betörenden Blick hat sie viele in der Straße, in der ich arbeite, bereits in ihren Bann geschlagen. Der Eisenwarenhändler, die Frau aus dem Billigladen, die gesamte Belegschaft der Apotheke, die Besitzerin des Briefmarkengeschäfts und ihre zahlreichen Freunde und KundInnen und viele viele mehr, sie alle kennen sie beim Namen - ich bin die nette Frau, die sie liebenswürdigerweise vorbei bringt - und erkaufen sich ihre Hundeliebe mit Lobgesängen und Streicheleien. Lediglich die Apothekerin hat die Erlaubnis ein Goodie zu reichen, warum weiß ich eigentlich auch nicht mehr. Brauch ich mal Salbe oder sonst was Heilmachendes schwarenzelt mein Hündchen in den Laden und blickt forsch und fordernd über die Theke. Letzthin ließ die Dame sogar eine Kundin mitten im Gespräch stehen mit den Worten: "Entschuldigung, ich muss Ronja ihr Leckerchen bringen." Ich glaub in ihrem Blick liegt irgendeine hypnotische Wirkung, die arglose Menschen zu willfährigen Hundeanbetern macht.
ronja1

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